Die Wikinger
  Krieger, Händler und Entdecker
 
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Krieger, Händler und Entdecker

Die Wikinger kamen als Abenteurer, Eroberer und Händler aus Norwegen, Schweden und Dänemark.

Die Herkunft ihres Namens ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich ist, dass sich der Name aus dem altnordischen Wort für "Wik", das Bucht bedeutet, oder von der Wortwurzel "Wig" für Kampf herleitet. In Frankreich nannte man sie Normannen oder Nordmannen.

Die Wikinger lebten von Fischfang, Ackerbau und Viehzucht, doch der Mangel an fruchtbarem Land setzte ihnen Grenzen. Ende des 8. Jahrhunderts richteten sie ihre Beutezüge vor allem gegen die Britischen Inseln.




Sie waren exzellente Schiffsbauer, großartige Seeleute und phantasievolle Künstler. Dank ihrer hochseetüchtigen Schiffe war es den Wikingern möglich, sich weit über die damals bekannten Horizonte hinauszuwagen. Auf der nördlichen Route über Schottland, die Faröer- und Shetland-Inseln, Irland und Island entdeckten und besiedelten sie Grönland und Neufundland. Es gilt als sicher, dass die Wikinger 500 Jahre vor Kolumbus Amerika entdeckten. Ausgrabungen in Neufundland beweisen, dass bis ins 14. Jahrhundert Handelsverbindungen zwischen Grönland und Nordamerika bestanden. Die Wikinger drangen über russische Flüsse nach Osteuropa vor, gelangten zur Halbinsel Krim, nach Konstantinopel und in den Orient. Es begann ein Zeitalter der Entdeckungen, des Handels und der Besiedelung. Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert war kein europäisches Land vor den Wikingern sicher.




Über eine Zeitspanne von rund 300 Jahren entwickelte sich ein reger Schiffsverkehr. Dann brachen aus unbekannten Gründen Handel und Kontakte ab. Als keine Nachrichten mehr von Grönland nach Skandinavien kamen, sandte der norwegische König Magnus Eriksson Mitte des 14. Jahrhunderts eine Expedition aus, um nach dem Schicksal der Grönlandwikinger zu forschen. Sie fanden nur verlassene Siedlungen und Mauerreste. Wahrscheinlich verschwanden die Wikinger, als sich das Klima änderte. Das Inlandeis rückte immer weiter an die Sielungen der Küste heran und das Treibeis begrub die Fjorde.

Die Lieder der Edda und die nordischen Sagas beschreiben das abenteuerliche Leben der Nordmänner. Die Sagas und Dichtungen wurden mündlich überliefert und erst Jahrhunderte nach der Wikingerzeit aufgeschrieben. Die Wikinger selbst hinterließen lediglich Runensteine mit Inschriften.

Die Runen
Katholische Mönche des Mittelalters glaubten, dass die wikingischen Heiden Analphabeten waren. Tatsächlich benutzten die Wikinger aber schon lange vor Einführung des lateinischen Alphabets ihre eigene Schrift: die Runen. In der Mythologie ist überliefert, dass geheimnisvolle Kräfte in den Zeichen liegen.




Die Wikinger schrieben nicht mit Tinte oder Pergament, sondern schnitzten Buchstaben mit einer Messerspitze in Holz, Metall, Stein oder Knochen. In der englischen Sprache bedeutet das Wort "write" ursprünglich "mit einem scharfen Werkzeug einkerben".

Runen wurden verwendet für steinerne Nachrufe, Grenzpfosten oder Entfernungssteine auf Brücken und Straßen. Die Runensteine lassen Rückschlüsse auf die Fahrten der Wikinger zu.

Mythologie
Die Wikinger fühlten sich abhängig von der Gunst der Götter - ob auf der stürmischen und eisigen See, mit dem Pflug auf kargem Boden oder im Kampf um Land und Beute. Die skandinavischen Gottheiten bildeten zwei Gruppen: das Göttergeschlecht der Asen und die Wanen. In der Mythologie werden die Götter als zwei gegeneinander kämpfende Stämme dargestellt. Nach einer langen Zeit des Konflikts einigten sie sich und tauschten Geiseln aus. Zu den Asen gehören die berühmten nordischen Götter Odin und Thor.

Die von den Menschen bewohnte Welt heißt midgard. Land, Wasser und Himmel hatten die Götter aus dem Leib eines getöteten Riesen geschaffen. Die Wikinger glaubten an eine beseelte Schöpfung und an eine Vielzahl von Naturgeistern. Diese versinnbildlichten die Naturkräfte, die als Ahnengeister verehrt oder gefürchtet wurden.


 


 
   
 
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